GErnot und ILse

GErnot und ILse

Mittwoch, 20. Juni 2018

81. WoMo-Fahrt "Auf a Hendl mal zwei"

81. WoMo-Fahrt  „Auf a Hendl mal zwei"
vom 16. bis 17. Juni 2018 
von Innsbruck zu Gitti & Luis und zurück - 153 km



Vorbemerkung:

Nach der Wien-Reise vergangene Woche sind wir mit unserem waidwunden WoMo gar nicht bis Innsbruck zurückgefahren, sondern haben unseren geliebten Nasenbären bei der Fa. Fuchs in Itter stehen lassen. Mechaniker-Profi Karli hat uns Kreuz-Gelenke aufgetrieben, die werden eingebaut und gleichzeitig muss der beschädigte Motorrad-Träger bzw. dessen Leuchten-Schiene repariert werden.

Das hat wieder wunderbar funktioniert, am Freitag durften wir Schneckchen wieder vom Onkel Doktor abholen. Die Reparatur hat natürlich wieder ziemlich viele Euros gekostet – denn: Kieselsteine nehmen sie nicht, wie Ilse so gerne zu sagen pflegt. Aber wir wollen uns noch möglichst lang an unserem WoMo erfreuen, da muss man halt auch das eine oder andere erneuern. Oder eben eine Beschädigung reparieren. Allerdings war der „Unfall“ von Gernot in Wien so ziemlich das einzige Aua, das wir unserem Wohnmobil bislang angetan haben. Und das möcht‘ bitteschön auch so bleiben. 
 


So – und jetzt machen wir uns auf zu unserer 81. Fahrt – eh nur hinaus zum Kochelsee.



Samstag, 16. Juni 201



Noch gestern haben wir beim Luis telefonisch unsere Essens-Wünsche für den Grillabend durchgegeben, man muss ja vorbestellen. Diesmal verzichtet Gernot übrigens zum ersten Mal auf eine Haxe, er wird wie Ilse ein Hendl essen.

Voller Vorfreude auf eine Nacht in unserem WoMo packen wir um ca. 8Uhr 30 unseren Pasch ein, mehr brauchen wir heute gar nicht mitnehmen. Kleidung ist noch im WoMo, Getränke auch – die haben wir schon gestern vorgekühlt. Schnell sind in der Garage die Nummerntafeln am WoMo montiert und wir machen uns auf den Weg zu Gitti und Luis.

Das Wetter ist schön und den Vorhersagen nach wird das auch am Kochelsee so sein. Den Zirlerberg erklimmt unser treues Häuschen heute ganz locker, wir müssen nicht nur nicht stehen bleiben, auch die Temperaturanzeige klettert nur unmerklich nach oben. Der Verkehr ist o.k., wir werden nirgendwo aufgehalten. In Scharnitz wird jetzt wohl bald der Umfahrungstunnel eröffnet werden, wahrscheinlich im September oder so. Dann spart man sich die Ortsdurchfahrt, obwohl so richtig gestaut hat es sich hier ohnehin nie.

In Krün bleiben wir bei ALDI kurz stehen, schnell ein Fläschchen Wein und ein paar Kartoffelchips kaufen. Übrigens hätten wir uns die Chips sparen können, denn sie haben sich später als richtiggehend ungenießbar herausgestellt. Ist uns auch selten passiert – aber das nur nebenbei.

Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrtzeit treffen wir am Campingplatz Kesselberg ein, werden wie immer herzlich begrüßt und stellen uns neben die Wohnwägen von Elisabetta und ihrem Sohn. Der ist mit seiner frisch angetrauten Ehefrau hier und gemeinsam werden sie Luis und Gitti bei der Arbeit unterstützen. Vor allem in der Küche, dann kann sich Luis wieder mehr um die Campinggäste kümmern. Das geht ihm nämlich ab, sagt er. Zwar steht ihm die Küchenschürze nicht schlecht, aber ein Chef muss halt auch am Platz präsent sein, hunderte Camper haben schließlich tausende Fragen und das eine oder andere Problemchen…

Schnell sind wir im Camping-Modus, wieder einmal müssen wir nicht die Kabeltrommel ausrollen, denn unser Ersatzkabel langt bis zum Stromkasten. Allerdings müssen wir die letzten Dezimeter mit einer unserer Dreifach-Steckdosen überwinden, aber dafür haben wir sie ja. Dann haben wir bei Gitti einen Wohnwagen bestellt, denn wir werden Mitte Juli mit unseren lieben Freunden Barbara und Markus zwei feine Tage hier verbringen. Natürlich werden ihre beiden Buben Felix und Julius auch mit dabei sein. Der Aufenthalt hier ist unser Hochzeitsgeschenk, denn Barbara und Markus habe erst Anfang Mai geheiratet. Und sie wissen nicht, wo es für die zwei Tage hingeht, nur dass es nicht allzu weit von Innsbruck entfernt ist und sie Bettzeug sowie Badesachen mitnehmen sollen. Bei der Reservierung des Wohnwagens haben wir richtig Glück gehabt, denn alle sieben Miet-Wohnwägen sind für Wochen vollkommen ausgebucht. 

Alle? „Na ja, die Nummer 4 wäre noch frei, aber der ist leider nicht groß genug für vier Personen“, bedauerte Gitti. Wir haben uns die „Nummer 4“ trotzdem angeschaut – und er passt perfekt. Zwar wäre der zweite Schlafplatz für zwei Erwachsene wirklich zu klein, aber für den 5-jährigen Felix und seinen 3-jährigen Bruder Julius ist das immer noch ein King-Size-Doppelbett. Passt – den Wohnwagen Nummer 4 nehmen wir und den Stellplatz direkt gegenüber lassen wir uns gleich für unseren Nasenbären reservieren.

Es ist dann noch nicht einmal 11 Uhr 30, da sitzen wir schon im Gastgarten und essen zu Mittag. Gernot kommt einmal mehr nicht am Seelachs in der Kartoffelpanade vorbei und Ilse lässt sich wieder Weißwürste kommen. Diesmal passt die Wurst-Bestellung auch für bayrische Verhältnisse, denn schließlich ist es noch nicht Mittag. Das Essen war wie gewohnt sehr gut, die haben es einfach drauf da draußen am Kesselberg.

Wir verfügen uns dann zurück auf unseren Platz und machen einen feinen Pasch im Schatten. Es hat zwar nur ca. 23 Grad, aber in der Sonne wird es natürlich schnell viel zu warm. Nach einer spannenden Partie legen wir uns dann ein wenig nieder und schlafen bis gut und gern 16 Uhr. Dann gehen wir einen Kaffee trinken und treffen dabei Ramona und ihren Partner. Sie haben natürlich ihr drei Wochen altes Baby dabei, einen ganz süßen Buben. Luis und Gitti sind jetzt also stolze Großeltern geworden und wir freuen uns mit ihnen. Nach einer netten Plauderei mit den Jung-Eltern sind wir zuerst eine Runde zum See runter gegangen und danach haben wir einen weiteren Pasch auf den Teller geklopft. Das dauert immer so seine eineinhalb Stunden und kaum waren wir mit unserem Spiel fertig, war schon Zeit für das Abendessen. Wir haben heute im Gastgarten Platz genommen und nach nicht einmal drei Minuten Wartezeit standen schon die Getränke und zwei knusprig gebratene Hendln am Tisch. Das Essen war ein einziger Gaumenjubel, wer weiß, ob es überhaupt irgendwo anders ein derart gutes Grillhuhn gibt. Noch dazu um 8 Euro (!) inklusive Kartoffelsalat und einem sehr schmackhaften, gemischten Krautsalat. Einfach nur top! Dementsprechend satt und zufrieden haben wir uns dann im WoMo noch das eine oder andere Getränk gegönnt und einen sehr gemütlichen Abend verbracht.
 Plötzlich meint Ilse: „Mei, schau dir bitte das an!“ Wow! Der Kochelsee hat uns heute einen wirklich wunderbaren Sonnenuntergang zum Geschenk gemacht. Zuerst verfärbte sich der Himmel von Zartrosa bis rot, gleich darauf leuchteten der See und die ganze Umgebung in einem unglaublich intensiven Grellorange, traumhaft! Dann sind in dieses Meer aus Orange noch zwei Kanuten mitten hinein-gepaddelt, entsprechend spektakulär schauen auch die Bilder aus. Und wie er es bei derartigen Naturspektakeln gerne macht, ist Gernot beim Anblick des Sonnenuntergangs einmal mehr der blöde Spruch „Für das haben’s a Geld!“ ausgekommen …
Nach einem Gute-Nacht-Pasch sind wir dann unter unsere Decken geschlüpft – das wird eine feine Nacht abgeben, regnen sollte es auch nicht. 
  

Sonntag, 17. Juni 2018



Wunderbar geschlafen, beide sind wir gleichzeitig um kurz nach 8 Uhr wach. Nach Erledigung der Morgentoilette haben wir uns ins Restaurant begeben und dort wie immer gut gefrühstückt. Besonders die knusprigen Semmeln haben es uns angetan, die sind stets ein Genuss. Übrigens sind es Hand-Semmeln, bei Gebäck geht der jahrzehntelang als Bäcker tätige Luis keinerlei Kompromisse ein. 
Am Retourweg zum WoMo ist Gernot dann vom Platzkater Gustl regelrecht  „abgepasst“ und standesgemäß begrüßt worden – natürlich hat es für das schöne Tier eine Extraportion Katzenfutter abgegeben. Das haben wir immer mit dabei, sogar Hunde-Leckerlis führen wir im WoMo mit.

Den Rest des Vormittags haben wir mit einem Pasch vertrödelt und kurz nach 11 Uhr haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht. Bei der Verabschiedung haben wir noch mit Luis ausgemacht, dass wir selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder gemeinsam nach Südtirol zum Törggelen fahren werden. Das wird dann Mitte Oktober sein, wir checken wie immer die Buchung und wir alle freuen uns schon wieder sehr darauf. 

Am Kesselberg sind uns dann eine ganze Menge prachtvoller Oldtimer entgegengekommen, solche Ausfahrten sieht man in dieser Gegend öfters. Heute waren es ganz besonders exklusive Autos, mehrere Flügeltür-Mercedes, ein alter Ferrari, ein fetter Bentley und als Höhepunkt eine AC Cobra – für diese Karre wurden schon über eine Million Euro bezahlt! Sehr schön.

Völlig problemlos sind wir dann nach Innsbruck zurückgekommen, der Verkehr war zwar ziemlich stark, aber es hat sich nirgends gestaut. Daheim haben wir dann unser WoMo vorerst daheim abgestellt, denn es wird eine weitere Modifikation unseres Häuschens geben. Nichts Dramatisches diesmal, aber wir werden uns in nächster Zeit eine ca. 5 mm dicke Holzplatte zusätzlich auf unseren Boden legen, um den Original-Holzboden ein wenig zu entlasten. Und dafür muss natürlich alles genauestens abgemessen werden, Ilse macht das. Und unser lieber Nachbar Helmut, der Mann von Kerstin, unterstützt sie dabei, er wird uns die Platte – ein Finn-Kombi-Dingsbums – richtig zuschneiden.

Damit geht eine weitere, lässige Fahrt mit unserer liebgewonnenen Schnecke zu Ende, jetzt ist erst mal drei Wochen Rasten angesagt. Denn Gernot muss zwischendurch auch einmal was arbeiten, die Sommerferien für Ilse beginnen erst Anfang Juli und außerdem ist Fußball-Weltmeisterschaft. Da bleiben wir ausnahmsweise einmal sogar freiwillig zu Hause …  

 







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