Montag, 8. Juni 2020

Alle Jahre wieder - die TÜV-Prüfung 2020


Alle Jahre wieder - die TÜV-Prüfung 2020
Montag, 8. Juni 2020
Wer, wie wir, ein über 30 Jahre altes Wohnmobil fährt, fiebert einem Termin besonders entgegen - der alljährlichen TÜV-Überprüfung, auf österreichisch auch „das Pickerl“ genannt. Normalerweise kriegen wir bei unserer Werkstatt des Vertrauens einen Termin binnen weniger Tage, Corona-bedingt mussten wir heuer gleich mehrere Wochen darauf warten. Aber heute war es soweit. Wir haben gleich die erste Terminmöglichkeit des Tages gewählt, um 8 Uhr bei der Firma Fuchs in Itter. Wir sind schon kurz nach 6 Uhr 30 daheim aufgebrochen und die wenigen Meter zu unserer neuen WoMo-Garage gefahren. Dort schnell die Kennzeichen gewechselt und ein paar Minuten später waren wir schon auf der Autobahn. Beim Zubringer unserer Anschlussstelle Innsbruck-Ost dann ein frühmorgendlicher Schock - ein Kleinwagen hattes sich überschlagen und lag am Dach im Gebüsch. Die Polizei war schon vor Ort, dem relaxten Verhalten und der entspannten Minen der Beamten nach dürfte aber nicht viel dabei passiert sein … Sonderlich weit haben wir es ja nicht, aber knapp über 80 Kilometer werden es doch ein. Wir sind dann mit den unzähligen LKW im Verkehr mitgeschwommen, nur ab und zu haben wir eine Kolonne überholt, wenn sie unter 80 km/h langsam war. So sind wir überpünktlich in Itter angekommen und parkten unseren Nasenbären vor der Werkstatt. Chefmechaniker Karli war schon vor Ort - fleißig, fleißig. Wir haben uns dann in den Empfangsbereich der Firma begeben, es ist im Freien tatsächlich zu kalt (!) und es regnet in Strömen. Und bei der Überprüfung zuschauen wollen wir nicht, das würde zu sehr an unseren eh schon so gespannten Nerven zerren. 
Also lesen wir in Ruhe Zeitung und nach einer guten halben Stunde geht Gernot wieder in die Werkstatt zurück. Die Bremsflüssigkeit sollte getauscht werden - klar, bitte sofort erledigen. Und ein Viertelliter Motoröl fehlt auch. Aber - das war es schon! Keinerlei Mangel irgendwo, wir kriegen das „Pickerl“ ohne Hauch einer Reparaturauflage. Das ist schon sehr lässig, unser WoMo dankt uns offensichtlich unsere Fürsorge. O.k., unsere Schnecke verliert ein bisschen Öl, vielleicht sogar ein bisschen viel. Es tröstet natürlich, dass das bei einem Motor in diesem Alter und mit dieser Laufleistung (215.000 km) eigentlich normal ist, trotzdem empfiehlt uns die Werkstätte, dass wir den Ölverlust im Auge behalten sollen. Gegebenenfalls müsste dann die Dichtung der Ölwanne erneuert werden, auch andere Maßnahmen könnte man noch überlegen. Mal schauen - jedenfalls wird ab jetzt jedes Mal beim Tanken der Ölstand kontrolliert. Sollte man sowieso immer machen, wir haben das aber ein wenig vernachlässigt - einmal hat sogar die Öl-Warnlampe aufgeleuchtet, DAS sollte überhaupt nie passieren … Wir hatten dann noch einen „kleinen“ Zusatzauftrag zu vergeben, denn Gernot hat den linken Außenspiegel kaputt gemacht. Also, er ist nirgends dagegen gefahren oder so, aber beim Probe-parken in unserer neuen Garage wollte Gernot den Spiegel einklappen und hat dabei einen Metall-Splint abgerissen. Ab 40 km/h hat der Spiegel dann im Fahrtwind geweht wie ein Fähnchen, so geht’s natürlich nicht. Zuerst hat unser stets hilfsbereite Nachbar Meixner versucht, den Spiegel zu reparieren - nach einer Stunde Arbeit und gleich mehreren abgebrochenen Spezialbohrern hat er uns eine professionelle Notlösung fabriziert, mit der Gernot zumindest ein bisschen was gesehen hat. Übrigens, Herr Meixner wird Ende des Monats 92 Jahre alt und hat für die teils filigranen Arbeiten nicht einmal seine Brille gebraucht. Chapeau! Doch zurück in die Werkstatt. Karli und sein kongenialer Mitarbeiter Markus haben dann versucht, den abgebrochenen Splint aus seinem Gehäuse zu bohren. Keine Chance, auch in Itter zerbrachen die Bohrer reihenweise an dem Ministift. Das muss schon ein ganz besonderes Metall sein - wir wissen es nicht, denn der Splint hat nicht nachgegeben. Also haben Karli und Markus den Spiegel an einer anderen Stelle durchbohrt und einen tauglichen Splint reingehämmert. Jetzt bleibt der Spiegel fix in seiner Position - sehr gute Arbeit! Das wars dann schon, übrigens sind ihnen ausgerechnet heute die Prüfplaketten ausgegangen, wir kriegen also das „Pickerl“ mitsamt der Rechnung per Post geschickt. Völlig wurscht natürlich, das „alte“ Pickerl ist ja noch drei Monate lang gültig. Mit einem wirklich guten Gefühl sind wir dann wieder heimgefahren, im Bewusstsein, ein vollkommen intaktes und absolut verkehrstaugliches WoMo zu haben. Und jetzt auf zu neuen Reisen!

Dienstag, 2. Juni 2020

99. WoMo-Fahrt "Ancampen im Zillertal"

vom 29. Mai bis 1. Juni 2020
von Innsbruck-Zillertal-Innsbruck - 129km


Freitag, 29. Mai 2020
Es ist Ende Mai und wir sind bis dato kein einziges (!!) Mal mit unserem WoMo ausgefahren. Unglaublich, so spät haben wir in den vergangenen zehn Jahren noch nie eine WoMo-Saison begonnen. Verdammtes Virus! Aber immerhin ist der totale Lock-Down (vorerst) zu Ende und mit heutigem Tag dürfen auch die Campingplätze wieder öffnen. Endlich. Normalerweise beginnen wir jede Saison mit dem Ancampen am Kochelsee bei unseren Freunden Luis und Gitti. Das ist heuer leider nicht möglich, als Österreicher dürfen wir erst ab 15. Juni wieder nach Bayern einreisen - und vor allem ohne 14-tägige Quarantäne auch wieder ausreisen. Krude Zeit! Also haben wir uns nach einer Alternative umsehen müssen und sind gleich in Tirol geblieben. Ilse hat uns einen lässigen Campingplatz im Zillertal, genauer in Zell am Ziller, ausgesucht. O.k., warum nicht auch mal im Zillertal campen. Immerhin werden wir so schnell nie wieder auf einen Tiroler Campingplatz fahren, ohne dort ausländische Gäste zu treffen. Mal schauen wie das ist, ganz „unter sich Österreichern“ zu sein … Das Wohnmobil haben wir schon gestern aus seiner neuen Garage geholt und die Vespa ist auch schon aufgeladen. Getränke und ein paar „Notessen“ haben wir ebenfalls schon gestern eingeladen, fehlt nur noch die Kleidung und die Notebooks. Es kann also losgehen. Wir fahren kurz vor 9 Uhr ab, als erstes müssen wir nach Hall fahren, eine unserer Gasflaschen ist leer. No problem natürlich, keine Viertelstunde später verlassen wir schon das Gelände der „Flaga“ mit dem Flüssiggasnachschub und verfügen uns auf die A12 Inntalautobahn. Weit haben wir es heute ja nicht, es sind gerade mal 60 Kilometer bis Zell am Ziller, zu Luis und Gitti ist es sogar noch ein Stückchen weiter. Und auch der Kochelsee liegt für uns quasi vor der Tür … 
 
Wir fahren gemütlich ins Zillertal hinein, es herrscht kein nennenswerter Verkehr. Im bei Urlaubern berühmt-berüchtigten Brettfall-Tunnel - wo normalerweise vor einem Pfingstwochenende mit Blockabfertigung und kilometerlangen Staus zu rechnen ist - haben wir nicht ein Fahrzeug vor uns. So kommen wir natürlich bestens voran und schon kurz nach 10 Uhr trudeln wir in Zell am Ziller ein. Eine Baustelle genau bei der Zufahrt zum Campingplatz lässt uns zwei hübsche Ehrenrunden um das weitläufige Gelände drehen, aber dann fahren wir beim „Campingdorf Hofer“ vor. An der Rezeption - die wir doch bei der Einfahrt zuerst glatt übersehen haben - ist niemand anzutreffen. Doch nach zwei Minuten kommt ein Mann auf einem Traktor angefahren - Guntram, der Chef hier. Er springt von seinem Gefährt und begrüßt uns mit einem breiten Grinsen: „Griaß enk - ihr seid‘s die Ersten!“ Das freut uns sehr und Guntram freut sich auch. Noch vor der Anmeldung sind wir schon auf ein Bier und ein Schnapserl eingeladen, schön ist es hier im Zillertal. 
Unseren Platz können wir frei wählen und stellen uns ganz in die Nähe des Waschhauses. Der ganze Campingplatz ist sehr gepflegt, die sanitären Anlagen tipp-topp, es stehen allerorts Desinfektionsmittelspender zur Verfügung und es gibt sogar einen Swimmingpool. Sehr lässig. Um 17 Uhr öffnet auch das Campingplatz-Restaurant zum ersten Mal nach der Corona-Krise - wir sagen uns selbstverständlich an. Wir laden dann unseren roten Flitzer vom Träger, richten uns ein wenig auf den Aufenthalt ein und machen dann - wie könnte es anders sein - einen ersten Pasch. Danach meldeten sich langsam unsere leeren Mägen und protestierten heftig gegen die Möglichkeit, bis 17 Uhr leer zu bleiben. Also sattelten wir unser rotes Pferdchen und sind ins Dorfzentrum von Zell am Ziller geritten. Das ist zwar nur einen schwachen Kilometer weit entfernt, aber selbst so kurze Wege lassen sich von Gernot leider nicht mehr bewältigen. Vor allem müsste er ja zurück auch wieder. Wurscht, so ist es jetzt halt … Im Dorfkern haben wir uns dann formlos in einen BILLA verfügt und gönnten uns dicke Scheiben vom heißem Käse-Fleischkäse. Ernährungstechnisch ist so ein Essen eventuell unvernünftig, für das Belohnungszentrum und den Magen jedoch ein Hochgenuss. Dazu noch ein gutes Schwarzbrot, Senf und schon waren wir wieder am Rückweg. Für eine längere Ausfahrt ist es uns etwas zu frisch, das Thermometer hat den Sprung über die 20-Grad-Marke noch nicht geschafft.
Im WoMo haben wir dann den Fleischkäse gejausnet und es war wirklich einer der besten aller Zeiten. Jaja, Hunger ist und bleibt der beste Koch. Nach dem kulinarischen Feuerwerk hat uns dann ein kleines Fress-Koma überwältigt und uns bis knapp nach 16 Uhr 30 in die Pölster gezwungen - da gibt es aber weit Schlimmeres … Weil wir gerne überpünktlich sind, haben wir dann um 16:59:58 das Restaurant betreten, natürlich mit Gesichtsmasken vor Mund und Nase. Guntram ist dann gleich an unseren Tisch gekommen und hat uns an sein Versprechen erinnert: „Die erste Runde geht auf mich!“ Sehr nett. Überhaupt sind die Betreiber Silvia und Guntram Hofer ausgesprochen sympathisch. Natürlich hat sie der Lockdown brutal erwischt, viele Wochen lang ohne Einkünfte und vor allem ohne zu wissen, wie das alles weitergeht, das ist echt gnadenlos für das Geschäft. Aber den Humor und den Optimismus haben sie nicht verloren, Guntram hat gleich einmal alle Vorteile der Corona-Krise aufgezählt. So hätten sie als Familie viel mehr Zeit füreinander gehabt, oft gemeinsam gegrillt, wie schon seit Jahren nicht mehr, usw. Die Hofers sind ein gutes Beispiel dafür, dass man sich viel mehr aufs Positive im Leben konzentrieren sollte, als über Zustände zu lamentieren, die man eh nicht beeinflussen kann. Doch zurück zum Abendessen. Die Speisekarte steht als QR-Code am Tisch und sie enthält - für einen Campingplatz - eine ziemliche Überraschung. Es sind nämlich gleich eine ganze Reihe von mexikanischen Gerichten angeführt. Das haben wir noch nie wo gesehen. Also bestellt sich Gernot gleich einmal „Los Tacos Mexicanos“, Enchiladas oder Cacahuetes hätte es auch gegeben. Von den mexikanischen Vorspeisen ganz zu schweigen. Die drei Tacos, die keine 20 Minuten (!!) nach der Bestellung an den Tisch gekommen sind, waren wirklich sehr gut und vor allem reichlich. Phantastisch. Auch Ilse zeigte keine Scheu vor mexikanischem Essen und hat sich die „Lomo en Cacahuetes“ bestellt - das sind Schweinelendchen in Erdnuss-Chili-Sauce. Auch ihr hat es wunderbar geschmeckt, der Ausflug in die mexikanische Kulinarik war ein sehr lustvoller. So eine Speisekarte aufzulegen muss man sich auf einem Tiroler Campingplatz erst einmal trauen! Chapeau Familie Hofer. 
Nach dem Essen ist Guntram dann noch an unseren Tisch gekommen - natürlich im gebührenden Abstand und mit Plastikvisier vor dem Gesicht. Er hat total nett aus seinem Leben erzählt, der Mann ist wirklich erfrischend authentisch. Sieht man nicht alle Tage und wir halten immer die Augen nach dieser selten gewordenen Spezies offen. Gernot hat Guntram dann noch ein Exemplar von „Einer Million Kilometer durch Innsbruck“ geschenkt, er hat schon eine ganze Reihe Bücher von seinen Gästen. Da passt das von Gernot ja super dazu. Nach ein paar weitern Anekdoten und ein paar weiteren Drinks sind wir dann ordentlich angeheitert (vor allem Gernot) zum WoMo zurückgeschlurft. Trotzdem haben wir noch einen Gute-Nacht-Pasch gemacht, ehe wir uns zu ersten Nacht in unserem Schneckchen niederlegten. Wie haben wir das vermisst …!
Samstag, 30. Mai 2020  
Die erste Nacht nach so langer Zeit in unserem WoMo war wunderbar, aber sie war auch ziemlich frisch. Draußen hat es in der Früh keine 5 Grad, herinnen gerade einmal 11 Grad. Unsere Decken haben die Kälte aber zum Glück nicht an uns rangelassen und die Heizung hat dann schnell für angenehme 21 Grad gesorgt. Nach einem guten Kaffee-Frühstück haben wir den Tag gemütlich angegangen und uns einen Pasch ausgespielt. So mögen wir das. Wie es dann so warm wurde, dass an eine Ausfahrt mit der Vespa zu denken war, sind wir ins Dorfzentrum gecruist. Eine gute Bekannte von uns hat Geburtstag, also haben wir ihr in einer „Paperia“ eine nette Glückwunschkarte gekauft. Wenn man sie öffnet, dann leuchten mehrere Luftballons im Rhythmus des Liedes „Happy“ auf. Hübsch. Wir sind dann eine Runde spazieren gegangen, bei einer Konditorei lachten uns gutaussehende Erdbeerschnitten durch die Auslage an. Fein, die gönnen wir uns. Vorerst sind wir aber noch zur Kirche rüber gegangen, der Friedhof von Zell am Ziller ist übrigens wirklich sehenswert. Wir haben noch nie derart viele schmiedeeiserne Grabkreuze gesehen wie hier. Und in die meisten der kunstvollen Kreuze sind Symbole eingearbeitet, die an den/die Verstorbene(n) erinnern. Einzigartig. Wie wir so über den Friedhof gehen, setzt unvermittelt das Mittagsläuten ein und die Glocken der Kirche lassen unsere Ohren klingeln. Wir fühlen uns wie weiland Quasimodo und entfernen uns unauffällig. Jetzt ist Kaffee mit Törtchen angesagt. In der Konditorei wundern wir uns zuerst über die verschwundenen Köstlichkeiten und noch mehr wundern wir uns über die freundliche Ansage der Verkäuferin: „Tut uns leid, aber wir schließen am Samstag um 12 Uhr 30.“ Das sind - ähm - eher ziemlich eigenartige Öffnungszeiten für eine Konditorei im Herzen eines Tourismusortes. Aber so ist es, jeder ist seines Glückes Schmied und sie werden es schon nicht so notwendig haben hier … Einen Kaffee wollten wir aber trotzdem trinken und weil es das Wetter zugelassen hat, sind wir die paar Kilometer nach Mayrhofen rübergeblattet, etwa 10 werden es sein. Die sind bei einem feschen 80er schnell erledigt und wir sind direkt in die Dorfmitte hineingefahren. Los ist hier rein gar nix, man könnte die Gehsteige hochklappen und es würde niemanden stören … Ach ja, gestern kurz vor dem Einschlafen dachte Gernot einen Moment lang, dass dies heute seine erste Nacht im Zillertal werden wird. Doch dann ist ihm eingefallen, dass er als 15-jähriger eine Kochlehre in Mayrhofen begonnen hat und drei Monate lang im Personalhaus des „Hotel Berghof“ (wo dann Jahre später die „Piefke-Saga“ gedreht worden ist) geschlafen hat. Übrigens - auch wenn das vielleicht nicht hierher passt - nach den drei Monaten „Probezeit“ ist Gernot kommentarlos entlassen worden, so wie einige andere Lehrlinge im 1. Lehrjahr auch. Ausgenutzt als billige Küchenhilfen, mit 12-Stunden-Tagen und 7-Tage Wochen. Die haben ganz einfach zehn Lehrlinge zu Beginn der Hochsaison angestellt und im Herbst nur zwei weiterbeschäftigt. Der Rest durfte heimfahren und der Familie erklären, warum er als Koch ungeeignet ist ... Wurscht, das ist über 40 Jahre her und grämt Gernot längst nicht mehr. Aber er muss doch manchmal dran denken, vor allem wenn die Gastronomie oder Hotellerie mal wieder „händeringend“ nach Personal suchen … 

Zurück ins wie ausgestorben daliegende Mayrhofen. Wir sind mit der Vespa gleich zweimal in aller Ruhe durch die Hauptstraße gegondelt, nahezu im Schritttempo - Sightseeing vom Roller aus. Dabei sind uns keine zehn Personen und keine fünf Autos begegnet. Normalerweise wäre jetzt Hochsaison und tausende Menschen würden hier ihren Sommer- bzw. Pfingsturlaub verbringen. Jetzt sind fast alle Hotels und Gastgewerbebetriebe geschlossen und wir halten vergeblich nach einem Käffchen Ausschau. Später hat uns Guntram dann gesagt, dass schon der eine oder andere Betrieb geöffnet hat, aber da muss man schon Einheimischer sein, um genau zu wissen, welche das sind. Wurscht - Kaffee und Kuchen sind ja nicht wirklich überlebenswichtig. Dafür finden wir eine weit mehr als überlebensgroße Skulptur einer Bulldogge und fotografieren uns mit dem Riesenhund. 

Also sind wir wenigstens nicht ganz umsonst hergefahren 😊 Nach einer letzten Rundfahrt durch das verschlafene Mayrhofen sind wir dann über lustvolle kleine Straßen zuerst nach Ramsau und danach zurück nach Zell am Ziller gefahren. Sehr lässig. Im WoMo haben wir dann für kurze Zeit gerastet, aber das schöne Wetter hat uns nicht lange herumsitzen lassen. Wir sehen vom Campingplatz direkt zu einer Kirche hinauf, die sich am Weg nach Gerlos befinden müsste. Da wollen wir hin und setzen den Plan sofort in die Tat um. Das Kirchlein nennt sich „Maria Rast“ und befindet sich direkt neben der Gerlosstraße. Mit der Vespa können wir bis zur Kirche hinfahren, für Autos steht maximal ein Parkplatz zur Verfügung. 
 
„Maria Rast“ hat eine bewegte Geschichte, die auf Tafeln sehr gut erklärt wird. Anfang des 20. Jahrhunderts ist durch einen Felssturz einer der Kirchtürme ins Tal gedonnert und irgendwann muss eines der imposanten Kirchenfenster zerstört worden sein. Denn das Ersatzfenster wurde in einem völlig anderen Design gestaltet, was dem Gesamteindruck aber nicht schadet, sondern ihn eher interessanter macht. Wir haben eine ganze Zeitlang bei der Kirche verbracht und den wunderbaren Ausblick über Zell und weite Teile des Zillertals genossen. Am Campingplatz haben wir uns dann auf ein feines Nachmittagsschläfchen hingelegt, so lässt sich die Zeit bis zum Abendessen bestens überbrücken. Punkt 17 Uhr sind wir dann wieder ins Restaurant gegangen und haben uns abermals kulinarisch verwöhnen lassen. Heute Österreich statt Mexico - Ilse hat das Wienerschnitzel gegessen und Gernot das „Wilderer Pfand’l“ mit Reh- und Hirschmedaillons. Mit einem Wort für beide Essen: Ausgezeichnet. Schon wieder! 

Auch Guntram ist wieder an unseren Tisch gekommen - er ist wirklich das Paradebeispiel eines Tiroler Wirtes. Redselig und lustig, echt um seine Gäste bemüht, ohne plumpe Anbiederung. Natürlich hat es auch wieder ein Schnapserl auf Haus gegeben und weil sich Ilse diesbezüglich tapfer verweigert, hat sich Gernot schon wieder aufopfern und beide trinken müssen. Schicksale gibt’s … Sehr zufrieden sind wir nach dem Essen zum WoMo zurück und haben uns vor dem Schlafen-gehen noch ein heißes Duell am Pasch-Ring geliefert. Das war heut mal wieder ein wirklich lässiger Tag, wie wir ihn als Camper so oft erleben. Das ist so lässig …
Sonntag, 31. Mai 2020  Es ist heute Morgen um gut 40 Prozent wärmer als gestern, allerdings tröstet dieser massive Temperaturanstieg auf 7 Grad nur marginal. Er wärmt vor allem nicht. Das erledigt dann die Heizung, die von Ilse schon vor 6 Uhr morgens aktiviert wird. So stehen wir bei nahezu schweißtreibenden 23 Grad auf und setzen uns im T-Shirt an den Frühstückstisch. Wir haben vor, heute mit möglichst wenig Aktivitäten durch den Tag zu chillen, also machen wir als erstes ein Päschchen. Noch vor 11 Uhr kommt Guntram zu uns ans WoMo-Fenster und überreicht Gernot formlos eine Flasche Bier. „Prost auf den schönen Sonntag!“ Natürlich unterbrechen wir unser Spiel und unterhalten uns wieder bestens mit Guntram. Wir erfahren, weit mehr als die verlorenen Einnahmen gehen ihm die Gäste und vor allem die Arbeit ab. „I will um zehne am Abend hundemüde sein, verschwitzt hinter der Bar stehen, mit meinen Gästen herumblödeln, mit dem Gewissen, einen harten Arbeitstag hinter mir zu haben. Dieses Nichtstun macht mich noch ganz narrisch …!“ Wie gesagt, ein Campingplatzbetreiber, wie man ihn sich nur wünschen kann. Als Guntram geht, machen wir zuerst unseren Pasch fertig und fahren dann wieder ins Dorfzentrum hinein. Wir parken die Vespa beim Freizeitzentrum und gönnen uns im dortigen Kaffeehaus einen Espresso für Ilse und einen Cappuccino für Gernot. Letzterer kommt dann als Verlängerter daher, wegen solcher Lappalien beschweren wir uns aber nicht einmal. Wir gehen dann eine - für unsere momentanen Verhältnisse - richtig große Runde spazieren, insgesamt kommen wir heute auf über 4.000 Schritte. Das ist nicht nichts. Im WoMo haben wir uns dann wieder auf unser geliebtes Nachmittagsschläfchen niedergelegt und die Zeit bis zum Abendessen weggeschnarcht. Wenig verwunderlich war das Essen auch heute wieder sehr gut. Gernot hat sich das Wienerschnitzel (mit Pommes statt dem Salat) bringen lassen und Ilse wagte sich über den „Haus-Burger“. Der war dann so riesig, dass er als Ganzes gerade noch ins Maul eines Nilpferdes gepasst hätte. Aber Ilse hat sich dem gigantischen Burger tapfer entgegengestellt und fast zwei Drittel davon gegessen. Den Rest hat Gernot aufgefuttert, ganz so, als hätte ihn sein Schnitzel nicht schon satt genug gemacht. Aber von solch Köstlichkeiten wollen wir möglichst nix zurückgehen lassen, da muss man schon mal ein bisschen völlern. Zum Glück hat uns dann eh Guntram wieder zwei Schnäpse serviert, die Gernot wieder alleine „vernichten“ durfte. Passt! Im WoMo haben wir dann noch eine Kleinigkeit getrunken, dann war das lockende Rufen der Pölster und Bettdecken nicht mehr zu ignorieren. Zack und weg.   
   Montag, 1. Juni 2020   Der Tag begrüßt uns mit wolkenlosem Wetter, die vielen Singvögel am Platz trällern mit voller Inbrunst ihre Lieder - kann man schöner erwachen? Wohl nicht einmal theoretisch … Eigentlich schade, dass wir heute heimfahren, aber so war es geplant, das passt schon. Nach dem Kaffee wollten wir eigentlich als erstes die Vespa aufladen, aber Gernot hat spontan entschieden, sich eine lässige Fahrt mit dem Roller nicht entgehen zu lassen. Bei dem Traumwetter! Weil Guntram gestern auf unsere Frage, wann wir denn den Platz verlassen müssen, nur lachend abgewunken hat, haben wir keinen Stress. Und machen in aller Ruhe einen Vormittags-Pasch. Danach bringen wir das WoMo in seinen Fahr-Modus, das ist längst Routine und dauert mit Bett-Umbauen, Klokassette leeren, Strom abstecken usw. keine Viertelstunde mehr. Wie wir dann gegen 11 Uhr 30 den Platz verlassen, treffen wir weder Guntram noch Silvia an und können uns deshalb leider nicht mehr persönlich verabschieden. Sehr schade und eigentlich wurscht gleichzeitig, denn wir kommen ja sowieso wieder hier her. Das ist gar keine Frage, denn einen so lässigen Platz und vor allem so liebenswerte Betreiber haben wir noch selten kennengelernt. Und wir waren mittlerweile auf weit über 200 Campingplätzen zu Gast … Also an dieser Stelle noch einmal „Pfiat di, Guntram, Servus Silvia, bis neulich!“ Die Fahrt zurück nach Innsbruck ist für uns beide komplett entspannt und problemlos verlaufen. Es hat kein nennenswerter Verkehr geherrscht, das Wetter war ideal, eine reine Genussreise. Ilse ist nach Strass auf die Autobahn gefahren, Gernot mangels Vignette über die Bundesstraße. Was er nie für möglich gehalten hätte: Ilse war um eine Viertelstunde früher daheim. Und das, obwohl sie noch in Zell einen ziemlichen Umweg fahren musste und auf der Autobahn nie schneller als mit 85 km/h unterwegs war. Gernot ist fast immer zwischen 90 und 100 km/h gefahren, aber die vielen Ortsdurchfahrten haben den Schnitt offenbar deutlich nach unten gedrückt. Natürlich ist kaum etwas wurschter als das, aber es hat uns doch gewundert. Schnell war das WoMo dann ausgeräumt und durfte wieder in seiner geräumigen Garage Platz nehmen. Eh nicht für lange. Denn unsere 100. WoMo Reise ist schon fix geplant. Wir werden diese Jubiläumsfahrt mit Nadja, Christian und ca. 15 Freundinnen und Freunden am Walchsee verbringen. Also wieder in Tirol - was wir mitmachen … 😉

Donnerstag, 21. Mai 2020

Und plötzlich war alles anders …

Die WoMo Saison 2020 steht vor der Tür!
Und plötzlich war alles anders …
Nach unserer Rückkehr aus Indien Mitte Dezember verlebten wir ein gemütliches Weihnachtsfest, einen feinen Jahreswechsel und freuten uns schon sehr auf die WoMo-Saison 2020. Es wird unsere erste „volle“ WoMo Saison sein, keiner von uns hat mehr berufliche Termine. Zumindest keine, die ein dauerhaftes Reisen verhindern. Dann erhielten wir im Februar einen ebenso unerwarteten, wie auch unerfreulichen Anruf von unserem WoMo-Garagen Vermieter. Kurz, aber leider nicht schmerzlos, erklärte er uns, er habe das Gebäude verkauft, wir müssen mit unserem Nasenbären leider ausziehen - „Schönen Tag noch“. Das war natürlich ein Schock, schließlich hatten wir es uns in der Garage längst gemütlich gemacht, sogar ein sehr hübsches Regal haben wir angeschafft und rundum mit einem selbst genähten Staubschutz versehen. Jetzt musste alles weg - aber wohin? 

Dann hatte Ilse DIE Idee …  Nur ein paar hundert Meter von uns daheim befindet sich ein Seniorenwohnheim und schon vor Monaten ist Ilse beim Spazierengehen das riesige Einfahrtstor zur Tiefgarage aufgefallen. Mehr als vier Meter hoch, da könnten wir doch mit unserem Schneckchen … Ilse „inspizierte“ daraufhin die Garage und traute ihren Augen nicht - auf einem der vielen Parkplätze stand ein Wohnmobil! Die werden doch nicht Plätze vermieten? Doch, taten sie. Und blitzartig verhandelte Ilse einen Vertrag für unseren dicken Nasenbären aus, auch den Platz bekamen wir sofort zugewiesen. Der war aber nur suboptimal, weil Säulen die Zufahrt komplizierten (und eine Reparatur des linken Außenspiegels notwendig machen wird ). Doch schließlich erfuhren wir, dass das andere WoMo eh nur über den Winter hiersteht, wir können dann ab Mai dessen Platz übernehmen. JUHU!!! Was für ein Glück - jetzt steht unser geliebtes Schneckchen sogar in einer beheizten (!!) Garage und unter zahlreichen Videokameras. Und das Ganze für weniger als 100 Euro pro Monat. Zwar ist das ein wenig mehr als wir bis jetzt bezahlt haben, aber der Platz ist das allemal wert. Jetzt könnten wir ohne Weiteres zu Fuß zum WoMo spazieren, sind ja nur ein paar hundert Meter dorthin. Schöner geht’s wirklich nimmer, wir sind sehr, sehr froh darüber. Die „alte“ Garage war dann - zack-zack-zack - schnell ausgeräumt. Unsere Reifen lagern wir in Zukunft bei einer Reifenfirma, den Felgenbaum haben wir verschenkt. Ebenso unser Regal mit dem hübschen Vorhang rundherum - das haben wir kurzerhand hinten aufs WoMo geschnallt und unseren Freunden Barbara und Markus frei Haus geliefert. Aktion Garagenwechsel erfolgreich absolviert - wir haben uns mit dem neuen Standort wieder verbessert, das war bis jetzt jedes Mal so. Aber jetzt brauchen wir bitteschön so bald keinen Wechsel mehr. Danke!
Dann durchkreuzte etwas unsere Pläne, womit wir nie gerechnet hätten: ein Virus namens Corona. Schon seit Jänner verfolgten wir ständig die Entwicklung der Covid 19 Pandemie und spätestens mit dem brutal heftigen Ausbruch in der Lombardei war uns klar, ab jetzt wird alles anders. Zwar sind bei uns in Tirol die Urlauber noch bis Mitte März fröhlich feiernd in die Apres-Ski-Bars gepilgert, auch wenn keine 400 km entfernt bereits jeden Tag dutzende neue Todesfälle gemeldet wurden. Wir hatten uns schon mit 25. Februar in die freiwillige Quarantäne begeben und unterbrachen diese nur, um Nadja und Christian vom Flughafen in München abzuholen. Sie hatten ihre beinahe zwei Jahre (!!) lang dauernde Kanada-USA-Mittel- und Südamerika-Reise beendet - exakt zum richtigen Zeitpunkt. Genau an dem Tag, an dem sie aus Brasilien in Richtung Europa abhoben, wurde in Rio der erste Corona-Infizierte gemeldet.
Tja - und dann folgten die Wochen der Quarantäne, mit strengen Verhaltensregeln, Ausgangsverboten, sozialer Isolierung und und und. Wir haben Nadja und Christian wochenlang nicht gesehen, obwohl sie ganz in der Nähe wohnen. Nur manchmal haben wir uns auf offener Straße getroffen, bei einer Schule, wo wir den notwendigen Abstand halten konnten. Scheiß-Zeit. An ein Wegfahren mit dem WoMo war nicht einmal zu denken, wir durften ja wochenlang unsere Stadt nicht verlassen. Es hagelte heftige Strafen für Leute, die verbotenerweise in der Nachbargemeinde einkaufen waren. Auch wenn der Supermarkt nur ein paar hundert Meter „über der Grenze“ lag. Ein echter Wahnsinn, das alles. Das Denunzieren feierte fröhliche Urstände, einmal wurden wir von der Polizei kontrolliert, als wir zu viert in der Wohnanlage von Nadja und Christian im Freien zusammengesessen sind. Ein Nachbar hatte uns vernadert. Das war am Ostersamstag - die Polizisten sahen aber sofort, dass wir die geforderten Abstände einhielten und wünschten uns nur freundlich einen schönen Tag. Was für verrückte Zeiten, wo man mit 500 Euro bestraft werden könnte, weil man sich mit seinen Kindern trifft und sich fröhlich unterhält. Bei uns ist dann noch dazugekommen, dass sich die strengen Ausgangsbeschränkungen sehr negativ auf Gernots aktuelles Buchprojekt ausgewirkt haben. Zwar reden wir nicht gerne über ungelegte Eier, aber nachdem der Verlag eh schon kräftig Werbung für das neue Buch macht, sei verraten, dass Gernot ganz Innsbruck zu Fuß erkunden will - und zwar jede einzelne Straße. Das sind gut 650 Straßen, Gassen, Wege oder Plätze, insgesamt über 360 Kilometer. Eine Strecke von Innsbruck bis nach Venedig.
Das Projekt ist dann - sämtlichen Corona-Regeln zum Trotz - super angelaufen, schnell waren die ersten 100 Straßen abgehakt. Alles unter ziemlichen Schmerzen, denn von Beginn an machte Gernots linke Wade Probleme. Manchmal war der Muskel so „beleidigt“, dass Gernot eine halbe Minute lang stehen bleiben musste. Dann ging es wieder für ein paar hundert Meter weiter. Sehr mühsam das Ganze. Ilse war stets mit dabei, hat Gernot teilweise mit dem Auto begleitet, um Doppelbegehungen tunlichst zu vermeiden. Viele Straßen ist Ilse auch selber mitgegangen und sie hat dabei unzählige Bilder gemacht. Doch dann - es war bei Straße Nummer 112 in der Innsbrucker Roßau, war plötzlich Schluss mit Lustig, aus und vorbei. Schon nach 300 Metern konnte Gernot keinen Schritt mehr gehen und musste unter brutalen Schmerzen abbrechen. So - und jetzt muss ein Arzt her. Wir wollen jetzt nicht zu sehr ins Detail gehen, aber Gernot hat leider keinen Dauer-Muskelkater, sondern PAVK - die Periphere Arterien Verschluss Krankheit. Der Volksmund kennt das als „Schaufenster-Krankheit“ - weil die Betroffenen nach wenigen Schritten vor Schmerzen stehen bleiben müssen. Deshalb gehen sie gerne in Innenstädten spazieren, weil beim Schaufensterschauen das häufige Stehenbleiben nicht so auffällt … Im Prinzip ist PAVK kein sehr exklusives Leiden, jeder Vierte ab 70 Jahren und jeder Zehnte ab 55 ist davon betroffen. Auch wenn die Krankheit unheilbar ist, gibt es doch verschiedene Therapiemöglichkeiten. Wir starten das Ganze vorerst mit einem Medikament, eine Arterien-erweiterung mittels eines Ballons bzw. die Legung eines Bypasses wären die operativen Alternativen. Das will Gernots Arzt aber nicht und Gernot schon gar nicht. Das Medikament schlägt zum Glück sehr gut an, Gernot kann schon wieder einige hundert Meter weit gehen und kommt jeden Tag auf gut und gern 4.000 Schritte. Richtig weite Strecken über mehrere Kilometer wird es aber nicht mehr spielen, das ist jetzt halt so und wird sich auch durch Jammern nicht mehr ändern.
Das Buch wird aber trotzdem vollendet, Gernot wird halt nicht alle Straßen zu Fuß gehen können. Aber die meisten werden wohl trotzdem zu bewältigen sein. Die langen Straßen werden wir halt mit unserer roten Vespa abfahren. Das Buch „lebt“ ja eh nicht nur vom Wandern, sondern vor allem von Gernots Erinnerungen und Anekdoten. Und der Titel „Ich bin dann mal nicht weg“ passt schließlich immer noch. So, genug jetzt von Garagen-Wahnsinn, Corona und PAVK. Widmen wir uns lieber den schönen Dingen des Lebens, so zum Beispiel dem WoMo-Reisen. Durch die bewundernswerte Disziplin der allermeisten Österreicherinnen und Österreicher sanken die Neuinfektionen mit dem Corona-Virus auf ein derart niedriges Niveau, dass - nach wochenlangen Restriktionen - zuerst der Handel und endlich auch die Gastronomie sowie die Hotellerie wieder aufsperren durften. Und damit auch die Campingplätze. Unserer 99. WoMo Reise stand also nichts mehr im Wege und auch ein Ziel war schnell gefunden. WoMo-Saison 2020 - wir kommen!