Wir schreiben
den 11. März 2026 und wie in so vielen Jahren, so wollen wir uns auch heuer wieder
mit einer kleinen Vorschau auf die kommende WoMo Saison vorfreuen – es wird
unsere ZWANZIGSTE sein 😊. Geplant haben wir wieder so einiges,
gleich unsere erste Reise könnte eine besonders lange Fahrt werden. Wir müssen
nämlich sozusagen „aussiedeln“, weil in unserer Wohnanlage sämtliche Balkone
ausgewechselt werden. Von Holzbauweise zu einer Stahlkonstruktion, wenigstens
bleibt die Größe gleich – mal schauen, wie das wird. Bei den ersten Häusern
sind diese Arbeiten bereits voll angelaufen, wir sind dann Ende April/Anfang Mai
an der Reihe. Und weil wir ja sehen, mit wieviel Schmutz und Lärm das Ganze
verbunden ist (eh klar!) werden wir zu dieser Zeit nicht daheim sein, sondern
ca. Mitte April abhauen. Wir müssen ja auch einiges vom Balkon ins
Wohnungsinnere übersiedeln, immerhin ein zweitüriges Gewächshaus, eine riesige
Kunststofftruhe, eine ausgewachsene Gartenbank, einen Klapptisch und eine
metallene Sonnenliege. Das braucht natürlich ordentlich viel Platz und wir
haben keine Lust, tagtäglich einen Slalom zwischen den Balkonmöbeln absolvieren
zu müssen – und das wochenlang. Also weg mit uns! Prinzipiell haben wir nur
einen ganz groben Plan für unsere „Evakuierungs-Reise“, aber mit Sicherheit
starten wir mit dem traditionellen Besuch bei Gernots Verwandten im unterfränkischen
Haßfurt. Da werden wir drei, vier Tage lang bleiben, danach geht’s weiter nach
Berlin oder Hamburg bzw. nach Berlin und Hamburg. Mal schauen, Zeit hätten wir
genug und einen Städtetrip nach Berlin, erstmals mit Vespa, schieben wir eh schon
viel zu lange vor uns her. Und die Hansestadt ist sowieso immer eine Reise
wert, vielleicht ist unser Hamburger Freund Andreas zur Abwechslung ja mal zu
Hause 😊. Wir waren übrigens schon so lange nicht
mehr in Hamburg, dass wir die Elb-Philharmonie noch gar nie gesehen haben. Aber
egal ob Hamburg oder Berlin, die nächste Station werden mit Sicherheit die
Niederlande sein. Wo genau wir dort campen werden und was wir uns anschauen
wollen, wird sich noch ergeben. Vielleicht fahren wir auch mal in Gegenden, wo
wir noch nie waren, es gibt ja noch so vieles zu entdecken. Kommt natürlich
immer auch aufs Wetter an, der April macht ja bekanntlich, was er will 😊. Nach den Niederlanden wird unser
„Reiseplan“ ziemlich abenteuerlich, denn wir werden uns auf bislang unbekannten
Pfaden bewegen. Denn von Holland geht’s nach Belgien, wir wollen die Küste
entlangfahren, in der Gegend waren wir schon einmal und es hat uns sehr
gefallen. Das nächste Land unserer Fahrt ist dann Frankreich – und ab jetzt
können wir über den weiteren Verlauf der Reise nur mehr spekulieren: Wir wollen
Frankreich durchqueren und uns dann irgendwo nach Portugal verfügen. Danach
würden wir gerne die spanische Küste entlang cruisen und immer wieder mal ins
Landesinnere abdriften. Der Traum wäre es, der spanische Küste bis Frankreich
zu folgen und dort via Cote d’Azur bis zur italienischen Riviera zu gondeln.
Und anschließend zurück in den Norden in Richtung Homebase, da ist es dann
wahrscheinlich schon Anfang Juni und unsere Balkone sind hoffentlich perfekt ausgetauscht. Das wäre also
soweit die grobe Planung der ersten Reise, wobei wir mit Spanien und Portugal
zwei völlig unbekannte Länder bereisen wollen, deren Sprachen wir nicht mal im
Ansatz verstehen oder gar sprechen können. Französisch und Belgisch übrigens
auch nicht 😊. Aber wir verlassen uns da ganz auf unser
bewährtes Google-Übersetzungs-Tool, das funktioniert ja zum Glück in jeder
Sprache. Und man kann dieses digitale Werkzeug noch viel intensiver nutzen, als
wir das bisher getan haben. Denn mittlerweile übersetzten die ja komplette
Sätze, ja ganze Reden in Echtzeit und das fehlerlos. So lässt es sich schon
ganz gut kommunizieren. Viel Arbeit wird natürlich auf Chef-Planerin Ilse
zukommen, denn wir haben keine Erfahrung mit Campingplätzen in Spanien oder
Portugal. Aber eines ist sicher – sollten wir diese Fahrt wie geplant
durchziehen, dann kennen wir uns auch mit Campingplätzen in Portugal und
Spanien aus 😊. Wir sind wirklich schon sehr gespannt, was
wir dort alles erleben werden.
Nach dieser
ersten Fahrt werden wir eventuell eine kleine Österreich-Runde drehen, von der
wir spätestens am 11. Juni zurückkehren sollten, denn da beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft
in USA, Kanada und Mexico. Und weil sich unser National-Team dafür qualifiziert
hat, werden wir uns zumindest die Österreich-Spiele daheim am Großbildfernseher
anschauen. Wie lange wir der WM beiwohnen werden wissen wir noch nicht, aber es
ist leider anzunehmen, dass das rot-weiß-rote Team nicht allzu weit kommen
wird, denn schon in der Vorrunde treffen wir auf Argentinien, Algerien und
Jordanien. Zwischen den für uns interessanten Matches wäre geplant, dass wir
uns mit der Vespa ein paar lässige Fahrten gönnen, nach Südtirol oder in die
Schweiz, gerne auch 2-Tages-Touren mit Übernachtung unterwegs.
Unser braver
Roller ist ja komplett runderneuert, nach der Lackierung im Vorjahr haben wir
unsere Principessa Rossa vor der Einwinterung motorisch erneuern lassen.
Inklusive allem plus neuer Kupplung, nur noch das Motorengehäuse ist dasselbe. Das
Finale der WM findet dann am 19. Juli statt, das ist aber kein „Muss“ für uns,
also werden wir da schon wieder unterwegs sein. Wie immer in der Hochsaison
werden wir die Campingplätze in der Nähe touristischer Hotspots meiden,
stattdessen wollen wir endlich Ilses Kur-Freundin Hermine im vorarlbergischen
Montafon besuchen. Danach könnten wir eventuell in die Schweiz und von dort
nach Oberitalien fahren, vielleicht zum Comer See oder zum Lago Piano, da
würden sehr, sehr verlockende Vespa-Touren auf uns warten. Ansonsten wird sich
schon noch das eine oder andere Reiseziel ergeben, aber mit nahezu
100-Prozentiger Sicherheit werden wir ab Ende August zu einer vielwöchigen
Italienreise aufbrechen. Wer weiß, vielleicht fahren wir ja gleich noch einmal
nach Sizilien, da waren wir längst noch nicht überall. Von einer Reise nach
Sardinien und Elba reden wir übrigens auch schon seit Jahren, Ilse weiß längst
bestens Bescheid über sämtliche Campingplätze der beiden Inseln 😊, so richtig hingezogen hat es uns halt
noch nicht.
Wir lassen uns
aber wie jedes Jahr ganz einfach überraschen, wohin der Wind und die Lust uns
wehen wird. Nur eines ist klar, jede unserer bislang 19 Saisonen als
Wohnmobilisten hat mit der ersten Fahrt begonnen und auch vor der diesjährigen
ersten Reise gibt es naturgemäß einiges zu tun, das meiste davon ist reine
Routine. Den alljährlichen Besuch beim TÜV haben wir heuer sehr früh angesetzt,
noch im März treten wir mit unserer Schnecke in Itter bei Meister Karli zur
Überprüfung an. Wird nicht grob fehlen, hoffentlich. Tja – und danach bleibt
nur mehr das WoMo mit Kleidung und Getränken einzuräumen, die Betten frisch zu
überziehen, eine leer gewordene Gasflasche zu ersetzen und als letztes die de
facto nigelnagelneue Vespa hinten aufzulegen.
Und dann kann sie kommen – unsere
134. WoMo Reise mit unserer treuen Schnecke.